West Chester Sunset
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Mitgefühl als Weg
Online Kurs

Woche 22
(Musterbeispiel)

 

HINWEIS: Der Text in dieser Spalte dient ausschließlich zu Demonstrationszwecken. Die Links sind nicht aktiv.

Anschlagtafel


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Telekonferenzen

Jeweils am zweiten Dienstag jeden Monats um 19.00 (MEZ) gibt es eine Telekonferenz in der Dauer von 45 Minuten. Die Telekonferenz gibt Gelegenheit zur Vertiefung und Klärung. Wir besprechen die Themen der vorangegangenen Wochen und beantworten Fragen, die sich eventuell aus der Erfahrung mit den Übungen ergeben. Beginn ist der 9. Juli 2013.

Die Telekonferenzen werden für diejenigen TeilnehmerInnen, die nicht live mit dabei sein können, aufgezeichnet. Links zum Download finden Sie in den wöchentlichen E-Mailnachrichten.

Bereits stattgefundene Telekonferenzen

Um zur Telekonferenz vom 9. Juli zu gelangen
KLICKEN SIE HIER

Um zur Telekonferenz vom 13. August zu gelangen
KLICKEN SIE HIER

Unsere nächste Telekonferenz

Termin: Dienstag, 10. September

Zeit: 19.00 (MEZ)

Zugang zur Telekonferenz

Einwählnummer: (entfernt)

Für Skype AnwenderInnen: Fügen Sie den folgenden Skype Benutzernamen zu Ihren Skype Kontakten hinzu: (entfernt)

Zugangscode: (entfernt)

Unsere Online Gemeinschaft

Unsere Gemeinschafts-E-Mailgruppe ist ein fixer Bestandteil unseres Online Kurses „Mitgefühl als Weg“.

Die Mitglieder unserer Online Gemeinschaft tauschen sich während des Jahres auf diesem Weg darüber aus, was gut und was weniger gut gelungen ist, lernen von einander und unterstützen sich gegenseitig.

Wie melde ich mich zur E-Mail Gruppe an: (entfernt)

Unsere Gemeinschaft

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es beinahe über 3,000 Mitglieder aus über 80 Ländern, die an unserem Kurs „Mitgefühl als Weg” teilnehmen.

Folgende Länder sind vertreten (in beliebiger Reihenfolge): Schweiz, Großbritannien, Australien, Indien, Kanada, Frankreich, Dänemark, Belgien, Rumänien, Polen, Britische Jungferninseln, Deutschland, Spanien, Französisch-Guayana, Mexiko, Holland, Schweden, Nepal, Südafrika, Äthiopien, Ägypten, Neuseeland, Norwegen, Nicaragua, Türkei, Österreich, Brasilien, Bosnien- Herzegowina, China, Japan, Namibia, Italien, USA, Südkorea, Russische Föderation, Vereinigte Arabische Emirate, Argentinien, Ecuador, Hong Kong, Vietnam, Costa Rica, Portugal, Irland, Gibraltar, Kroatien, Malaysia, Nigeria, Israel, Bulgarien, Griechenland, Trinidad und Tobago, Mauritius und Uganda.

(Falls wir Ihr Land übersehen haben sollten, geben Sie uns bitte Bescheid.)

Fragen, Sorgen, Kommentare

Wir erhalten manchmal eine große Anzahl von E-Mails, sodass es uns nicht immer möglich ist, alle sofort zu beantworten. In diesem Fall bitten wir um Ihre Geduld. Spezielle Anfragen, die den Kursinhalt betreffen, werden bei den Telekonferenzen behandelt. Für weitere Anfragen schicken Sie uns bitte eine Mail an die folgende E-Mail Adresse:
betreuung@
mitgefuehl-als-weg.com


Zahlungs-
modalitäten und Spenden

Für diejenigen, die nach Beginn des Kurses einen Geldbetrag einzahlen möchten:

KLICKEN SIE HIER um zur Einzahlung zu gelangen

Ankündigungen

Informationen über weitere Trainings/Seminare/ Kurse:
(entfernt)

deep blue sky


Thom and Nora

mit  Thom Bond
Zertifizierter Trainer CNVC (Zentrum für Gewaltfreie Kommunikation)
Begründer und Pädagogischer Leiter des NYCNVC (New York Center für Gewaltfreie Kommunikation)

 

Das Thema der Woche:

„Mehr über Wertschätzung“


Das größte aller Geschenke ist die Fähigkeit, den wahren Wert der Dinge zu erkennen.“

--Francois de la Rochefoucauld

 

Wertschätzung im Gegensatz zu Lob

Als Kind hörte ich Äußerungen wie „Guter Junge” oder „Gute Arbeit”. Dieser Ausdruck von Anerkennung war zwar angenehm zu hören, und doch blieb für mich die Frage offen: Was war daran „gut“? Es machte mich auch ein bisschen nervös. Bedeutete das, ich war vielleicht nicht „gut“, wenn ich etwas anderes tat?

Ich erhielt „Instruktionen“ darüber, was das Mensch-Sein ausmachte. Ich bekam „Lob“ von den „verantwortlichen Personen“. Durch dieses „Lob“ lernte ich, dass ich durch gewisse Verhaltensweisen das Etikett „gut“ erwarb. Es war auch wie eine Mahnung, dass ich dieses Etikett auch wieder verlieren könnte, wenn die „Verantwortlichen“ mein Verhalten als „nicht gut“ einstuften.

Diese Art, mit anderen in Beziehung zu treten, hat sich für mich gewandelt, seit ich mich auf die Reise zu einem Leben mit mehr Mitgefühl und Verbindung aufgemacht habe. Ich begann zu erkennen, dass viel von dem „Lob“, das ich bekam, oft den Zweck hatte, mich zu einem bestimmten Verhalten zu bringen. Es gab jedoch andere Äußerungen, die den Sinn hatten, mir mitzuteilen, dass jemand das, was ich tat, wertschätzte und dankbar dafür war. Die zweite Kategorie fühlte sich anders an. Diese Äußerungen berührten mich dergestalt, dass ich Klarheit und Verbindung spürte. Diese Qualität ist es, die ich in mein Leben integrieren möchte. Ich möchte kein „Lob“ – ich möchte wertgeschätzt werden.

Wertschätzend leben

Wir können nun die Fertigkeiten, die wir bisher im Kurs gelernt haben, anwenden, um Wertschätzung zu kultivieren und zu leben, indem wir üben, bewusster zu sein. Das verhilft uns zu mehr Zufriedenheit und mehr Tiefe im Leben. Und – wie wir letzte Woche gesehen haben - können wir uns über die Sprache mit anderen darüber austauschen. Ich kann innerlich für mich diese Fertigkeit anwenden, nämlich Gefühle fühlen und sie mit meinen erfüllten Bedürfnissen in Zusammenhang bringen; auf diese Art und Weise wird mir bewusst, wie viele meiner Bedürfnisse in jedem Augenblick des Tages bereits erfüllt sind, und ich kann die Fülle in ihrem ganzen Ausmaß wahrnehmen. Zum Beispiel, jetzt, in diesem Moment, während ich diese Worte schreibe, denkt sich mein Gehirn Gedanken aus, übersetzt sie in Worte, teilt sie in Sätze ein, hilft meinem Körper dabei, sie in den Computer zu tippen und eine Botschaft zu formulieren, die Sie jetzt gerade lesen… Selbstausdruck, mmmmmmm. Und all das, während ich in meinem Büro sitze, in dem es sicherlich 5 Grad wärmer ist, als draußen, während ich angenehm gekleidet und gut ausgeschlafen bin, während mein Herz Leben durch meinen Körper pumpt, meine Lungen mich mit frischer Luft versorgen, während die Bäume zur frischen Luft beitragen, während dieser große, blaue Ball aus Wasser, Erde und Leben sich im Weltall dreht, die Sonne uns Licht und Wärme spendet… Geborgenheit, Sicherheit, Fürsorge, Wohlbefinden, innerer Friede, Verbundenheit… Mmmmmmm. Das ist es, was ich fühle. Das ist es, was ich wahrnehme. Ich kann erkennen, dass gerade tausend Dinge geschehen, die meine Bedürfnisse erfüllen. Ich könnte hier fortfahren… Und das werde ich auch tun (obwohl ich für den Moment damit aufhöre, um zum Schreiben zurückzukehren, hahaha) weil es das Leben für mich und für die anderen um mich herum so wundervoll macht.

Wertschätzung entgegen nehmen

Meine Partnerin und ich haben es uns zur Gewohnheit gemacht, jeden Tag ein wenig Zeit damit zu verbringen, uns gegenseitig zu sagen, was wir aneinander schätzen. Am Anfang war das für mich etwas unangenehm. Als ich darüber nachdachte, fiel mir ein, dass der Grund dafür war, dass Wertschätzung in meiner Kindheit normalerweise mit „Zustimmung“ und „Macht über“ zu tun hatte, und bei mir sogar ein Gefühl von Beklemmung erzeugte.

Mit der Zeit habe ich gelernt, Wertschätzung mit einem wohligen Gefühl zu empfangen (wie eine angenehme Dusche), im Gegensatz zu dem früheren Gefühl, das sich so anfühlte, als ob ich dringend Wertschätzung brauchte, um die Gewissheit haben zu können, dass alles mit mir stimmte. Wertschätzung ist für mich zu einem Bonus geworden, und ist nicht mehr etwas, wovon mein Selbstwertgefühl abhängt. Diese veränderte Sichtweise gibt mir ein völlig anderes Erleben, sie lässt mir viel mehr Wahlfreiheit und ist befriedigender.

Ich habe auch bemerkt, dass unser Erleben von Wertschätzung uns besonders dann tiefer berührt und sich erfüllender anfühlt, wenn wir dabei an die Bedürfnisse (Lebensenergie) denken, zu deren Erfüllung wir gegenseitig durch unsere Handlungen beigetragen haben (oder beitragen), als wenn wir nur mitteilen, was wir getan haben (oder tun).


Aus der Praxis

„Ein berührendes Erlebnis”

Vor mehreren Jahren, als ich im Nord-Westen von Manhattan wohnte, besuchte ich mein Lieblingsbuchgeschäft, „Barnes and Noble“ am Broadway.

Ich stellte mich zur Rolltreppe hin an, wie es in der Stadt üblich ist, und bemerkte einen Vater mit seinem 3-jährigen Sohn, wie sie sich der eingeschalteten Rolltreppe näherten. Der Vater war voll bepackt mit Waren, die er eingekauft hatte und dem Kinderwagen; der Kleine folgte ihm auf den Fersen. Als der Papa auf die Rolltreppe stieg, seine Ausbeute in den Händen jonglierend, stand sein kleiner Sohn vor der Rolltreppe und erstarrte. Er kämpfte damit, den richtigen Moment zu erwischen, in dem er auf eine Treppe hüpfen konnte, um ins tiefer gelegene Stockwerk zu gelangen. Er rief mit ängstlicher Stimme: „Papa?“

Als der Vater bemerkte, was gerade vor sich ging, hatte er bereits die halbe Strecke mit den rollenden Metalltreppen zurückgelegt und konnte nur hilflos zusehen, wie die Entfernung zwischen ihnen immer größer wurde.

Als ich das sah, ging ich zu dem kleinen Mann vor, der kurz davor war, in Panik zu geraten und hielt ihm meine Hand entgegen. „Nimm meine Hand.“ Er ergriff sie. Ich sagte: „Bist du bereit? Und … jetzt!” Wir traten gemeinsam auf die Treppe. Als wir beide unten ankamen und wieder festen Boden unter unseren Füßen hatten, sah er zu mir herauf, blickte mir in die Augen, stieß einen deutlichen Seufzer der Erleichterung aus und sagte vielleicht das herzlichste „Danke“, das ich je gehört hatte.

Es war so ehrlich und so voll tiefer Wertschätzung, dass ich beinahe aus Freude über diesen wunderbaren Augenblick des intensiven Austausches weinen musste. Ich fühle auch jetzt wieder eine Wärme in mir, wenn ich nur daran denke. Ich konnte ganz klar nachvollziehen und spüren, was das für meinen kleinen Freund bedeutete. Sein Vater war ebenfalls ganz schön erleichtert. Ich schulde es meiner Fertigkeit und Übung von Mitgefühl, dass dieser scheinbar so „kleine“ Augenblick für mich so ein wunderbarer Moment war. Es war meine Fähigkeit mich ganz mit seinen Gefühlen, und mit seinem erfüllten Bedürfnis zu verbinden. Ein Augenblick, den ICH für immer wertschätzen werde.

Mehr darüber erfahren Sie im Laufe des Kurses…


Übungen der Woche

Übung 1 - Horchen Sie in sich hinein – So wie letzte Woche, schreiben Sie eine Liste von Dingen auf, die jetzt gerade vor sich gehen, und Ihre Bedürfnisse, die damit gerade erfüllt werden. Zum Beispiel, atmen/Luft, diese Zeilen lesen/Lernen und Wachsen, in einem Gebäude sitzen/Sicherheit, etc. … Schreiben Sie zwischen zehn und zwanzig solcher Dinge auf. Wie fühlen Sie sich?

Übung 2 – Schätzen Sie sich selbst – Schreiben Sie drei Möglichkeiten auf, wie Sie selbst zu Ihrem Leben etwas beitragen; drei Dinge, die Sie gern tun oder getan haben. Dann schreiben Sie die Bedürfnisse auf, die Sie sich selbst erfüllen. Dann schauen Sie in den Spiegel und sagen „Danke“. Hinweis: Es ist schwierig, diese Übung zu machen ohne zu lächeln … na ja … ich schlage vor, dann lächeln wir eben.

Übung 3 – Wertschätzung zu einem späteren Zeitpunkt ausdrücken – Erinnern Sie sich an etwas, das jemand gesagt oder getan hat, und das zur Erfüllung Ihrer Bedürfnisse beigetragen hat. Fragen Sie diejenige Person, ob Sie hören möchte, was Sie an ihr wertschätzen. Dann sagen Sie, was die genaue Situation war, an die Sie denken, wie es sich angefühlt hat, und welches Bedürfnis (welche Bedürfnisse) sich für Sie erfüllt haben. Zum Beispiel: „Ich wollte dir nur sagen, wie dankbar ich bin, dass du mir beim Geschirrspülen geholfen hast. Es macht einen großen Unterschied für mich aus, wenn wir ein Team sind. Es macht viel mehr Spaß, ganz zu schweigen davon, dass es viel schneller geht, wenn wir auch dabei plaudern. Danke.“ Sie können auch eine E-Mail oder eine Karte schicken.

© Copyright Thom Bond 2011

 

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